Näherungsfragen

Was wäre, wenn ich jetzt neben dir läge, unter der Decke, an dich angekuschelt, und dich wärme, während mein Gesicht in deinen Haaren vergraben ist und ich deinen Geruch einatme?
Meine Ohren hörten, wie du leise vor dich hin schnaufst, wie du das immer tust, wenn du schläfst?

Was wäre, wenn meine Finger auf Wanderschaft gingen wie damals, vor zwei Jahren, deinen Rücken hinunter, ganz leise und vorsichtig über deine hübschen kleinen Brüste gleiten, ich deine Nippel zwischen meine Fingerspitzen nähme und sie ganz leicht zusammendrücke?
Würden sie genau so reagieren wie damals? Sich aufrichten und steif in meine Handflächen drücken, während du im Halbschlaf deine Schultern zurücknimmst und dieses schnurrende Genießergeräusch von dir gibst?
Würdest du näher zu mir heranrücken, wenn meine Hände über deine Taille streicheln, deinen Bauch, und dann ganz langsam abwärts, über deine Leiste, die so fürchterlich kitzlig ist, wenn man mit den Fingernägeln über sie hinwegstreicht? Würde deine Oberschenkel wieder so zu zittern beginnen, während meine Bewegungen Fragen auf deine warme Haut malen?

Würdest du wohlig knurren und dich zu mir drehen, wenn meine Hand über deine Hüfte streift und zu deinem Arsch wandert? Dich mehr auf den Rücken legen, so wie damals, und deine Beine auseinderfallen lassen, um mir besseren Zugriff zu ermöglichen?
Würdest du da liegen, während mir der Geruch deiner Geilheit schon in die Nase steigt und ich ihn kurz darauf auch unter meinen Händen fühlen kann?
Würdest du dich meinen Fingern entgegen bewegen, um sie besser und tiefer in dich hinein zu bekommen? So wie vor zwei Jahren?
Würde ich wieder hören, wie dein Atmen kurz stockt, wenn ich zu einem Finger einen zweiten und einen dritten addiere, um dich besser auszufüllen? Würde ich wieder sehen, wie du dir leicht auf die Unterlippe beißt und deinen Kopf zu mir drehst, deine Hüften, um näher an mir dran zu sein? Damit ich dich besser erreichen kann? Dich auf deine Stirn küssen?

Denn genau das hast du getan damals. Nichts davon war die Reaktion einer Frau, der nicht gefiel, was ich da gemacht habe. Ich habe dich so behandelt, wie ich das immer getan habe bei Frauen. Mit Zärtlichkeit. Mit Respekt. Mit ein bißchen Scheu, denn du warst so wunderschön und hast mich so irre gemacht, daß ich dich hätte fressen können. Ich habe dich vom ersten Moment an geliebt und du wußtest es. Und hast es genossen.

Wie kann es sein, daß du dich vor diesen Dingen angeblich fürchtest, obwohl du sie in Wirklichkeit sehnsüchtig haben willst?
Wie kann es sein, daß dich die andere, dunklere Art von Sex aus meinem Kopf erschreckt, obwohl sie exakt das schildert, was du von anderen Männern bekommst und auch haben willst – zumindest sagst du das immer. Wäre es möglich, daß du Angst vor dir selbst hast? Das dir meine Schilderung deiner Gedanken doch gefallen hat?

Denn die sanftere Art willst du auch nicht, jedenfalls dann nicht, wenn sie von mir kommt. Sagst du zumindest.
Wie kann ich der einzige Mann sein, vor dem du zurückschreckst, aber alle anderen alles bekommen, was immer sie fordern?
Ich wollte immer nur dich. Als Mensch. Nicht als hörige Sklavin. Wieso bin ich der einzige Mensch, in dessen Nähe du dich nicht traust?

 


Das Beitragsbild trägt den Namen „Mas.ter“, ist photographiert von Jonathon Briley (Victus Photography), das Model heißt Sonora Carver und zu finden ist das Werk zum Beispiel hier.

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