Song Text

Noch immer ziehen die Lachse zum Laichen und Sterben den Fluß hinauf, wenn sie morgens um Vier noch bei dir sind, während du an jeder Ecke bist und mir nicht zuhörst am Ende von Berlin, wo ich dich unter meiner Haut trage und dich nicht gehen lassen will und das Geräusch der Stille sich ausbreitet wie ein Krebs, während ich allein im Dunkeln bin und Du nackt und ganz weit oben und nicht gut zu Fuß und du noch immer das Spiel spielst von Herr und Sklavin, während du feststeckst in diesem Moment, aus dem du nicht mehr herauskommst.

Während ich in den Abgrund starre und er in mich zurückblickt, bin ich ahnungslos. Immer hatte ich gedacht, da sei etwas zwischen uns, das uns hält, über all diese Kilometer und Landschaften. Lauter süße Lügen und ich liebe die Art, wie du lügst.
Und immer noch stecke ich in diesem Moment fest, aus dem ich nicht entkommen kann und frage mich, ob dieser eine Traum, vom dem du mir einmal erzähltest, wirklich der Albtraum war, für den ich ihn hielt, oder in Wahrheit doch ein Wunschtraum irgendeines finsteren Drachen in deinem Goldfischglas.

Wie ich mich in dir gefangen habe und feststeckte in diesem einen Moment, aus dem ich nicht mehr herausfand, während du wie ein Akrobat dieses sagtest und etwas anderes getan hast.
Wie ich jetzt da stehe und nachdenke über eine schnelle Selbstzerstörung aus dem 21. Stockwerk während ich gleichzeitig diese verfickte Gitarre in meinem Kopf hören kann, die davon singt, daß wir uns geschworen hatten, uns immer aneinander zu erinnern. Uns niemals auseinanderreißen lassen. Immer da sein, egal welchen Scheiß der andere bauen würde. So waren deine Worte. Kein Rückzug. Niemals aufgeben.
Aber Du bist fort und irgendwie warst du niemals da. Aber warum fühlt es sich dann ständig so an, als seist du noch immer hier?

Doch die Lachse ziehen weiter den Fluß hinauf zum Sterben, morgens um Vier, während du in deinem Käfig hockst, den du dir gebaut hast in deinem Schädel, um dich frei zu fühlen und es immer egal war, ob du mir zuhörst, denn du hast mich niemals verstanden, während ich auf das Ende von Berlin warte, weil ich die Scheißstadt hasse und dich trotz alllem weiter unter meiner Haut trage und daran sterbe, daß das Geräusch deiner Stille der Krebs wird, der sich in mir ausbreitet und ich ganz unten bin und überhaupt nicht gut zu Fuß.

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